Film: WaterChanges mit Podiumsdiskussion

Der Film führt die Zuschauer ins nordnamibische Cuvelai-Etosha-Becken — eine Region, die von klimatischen Extremen beherrscht wird: Die Menschen sind im Wechsel von Dürren und Überschwemmungen betroffen. An vielen Stellen ist das Grundwasser zudem zu salzhaltig zum Trinken. Seit 2006 setzt das Frankfurter ISOE — Institut für sozial-ökologische Forschung in enger Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort das internationale Verbundprojekt CuveWaters um. Ziel des Projektes ist es, die natürlichen Wasserquellen nutzbar zu machen und maßgeschneiderte Lösungen für eine dezentrale und nachhaltige Wasserver- und -entsorgung zu entwickeln. Der mehrfach ausgezeichnete Regisseur und Kameramann Gerardo Milsztein hat das Forscherteam über viele Wochen begleitet. In seinem Film WaterChanges zeigt er, wie sich das Leben der Menschen verändert hat: Mehrere Familien können inzwischen Gemüse anbauen und auf lokalen Märkten verkaufen. Die Nahrungssicherheit ist gestiegen, Arbeitslosigkeit und Armut konnten in der Projektregion verringert werden. CuveWaters war 2012 für den Forschungspreis "Nachhaltige Entwicklungen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nominiert.
 
WaterChanges am Freitag, 22. März 2012, 17:00 Uhr mit anschließender Publikumsdiskussion
Orfeos Erben, Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt am Main
Eintritt: 7,- Euro; ermäßigt 5,- Euro
Kartenreservierung wird empfohlen: kleespies@isoe.de
 

Verbundprojekt CuveWaters

CuveWaters ist ein Verbundprojekt unter der Leitung des ISOE in Kooperation mit dem Institut IWAR der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Partner in Deutschland und Namibia sind an dem Projekt beteiligt. Das Forscherteam entwickelte im Rahmen des Projektes zehn Pilotanlagen: Solarbetriebene Entsalzungsanlagen liefern Trinkwasser, weitere Anlagen sammeln und speichern Regen- und Flutwasser und ermöglichen so eine ganzjährige Bewässerung der neu angelegten Nutzgärten. Innovativ ist zudem das städtische Abwasser- und Sanitärkonzept mit anschließender Wasserwiederverwendung, Energie- und Soffverwertung. Alle Anlagen sind Teil eines sogenannten Integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM). CuveWaters wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Mehr zum Projekt unter www.cuvewaters.net