Wasserwirtschaft in der Ukraine

Mittels eines Weltbankkredits im Jahr 2009 in Höhe von 140 Millionen US-Dollar sollten die Modernisierung und Rekonstruktion von Trinkwasserleitungen, Kanalisationsnetzen, Kläranlagen und anderen Einrichtungen der ukrainischen Wasserwirtschaft angekurbelt werden. Ausländische private Wasserversorger tun sich in der Ukraine, die ohne einen Wassermarkt und ohne einen Ordnungsrahmen für Privatbetriebe dasteht, schwer. Das Regelwerk für die ukrainische Wasserwirtschaft ist nur schwer durchschaubar. Der Bewegungsspielraum der kommunalen Wasser-betriebe ist durch eine zu hohe Regelungsdichte und durch schwerfälliges Administrieren stark eingeengt. Die Wasser- und Abwassertarife sind im Rahmen eines Regimes der "planmäßigen Verluste" nicht kostendeckend, obgleich sie Anfang 2009 erneut stark erhöht worden sind. In Kiew und in einer Reihe anderer Städte werden den Unternehmen jetzt Wasser- und Abwassertarife berechnet, die das zehnfache der bisherigen Preise betragen.

(Quelle: Auswärtiges Amt, gtai, Wikipedia)